Markus A. Hediger - 26. Feb, 12:51

Westsahara

Gott ist ein Dementi. Allein dieser Satz macht es in meinen Fingern jucken. Aber die vorgängige Nennung afrikanischer Städte lässt mich dann doch etwas ratlos zurück und ich weiss nicht genau, womit ich kratzen soll...
Vielleicht wollen Sie nicht spezifischer werden, aber neugierig gemacht haben Sie mich...

Grau - 26. Feb, 19:44

Vier Namen und einen pseudodialektischen Aufregesatz hinzunageln ist "unprofessionell" und unkommunikativ. Da haben Sie recht. Die (von mir nur fragmentarisch und nicht zum Ende gedachte) Diskussion über Trostlosigkeit und gottverlassen und ihre prosaische Verwendung in hanging lydia veranlassten mich zu diesem Eintrag.
Wenn Sie "Tindouf flood" googeln erhalten Sie an prominenter Stelle einen Artikel über ein Hilfsprogramm der UNHCR. Betroffen: etwa einhunderttausend Flüchtlinge und ihre Nachkommen aus der Annexion der Westsahara durch Marokko vor 30 Jahren. Tidouf gilt als einer der gottverlassenen Gegenden der Welt, nackter grauer harter Sand.Über diese trockenen Wüste kommt apokalyptisch der große Regen. Kein Saharaui wird dabei getötet. Nur das ohnehin desertierte (artifiziell weil UNHCR-erzeugte) Dasein hinweggeschwemmt. Die drei Städtenamen sind Echos gleich: sie zeichnen die Lager und die Orte gleichermaßen, aus denen die Flüchtlinge entstammten.
Wenn ich nun alle Empathie fahren lasse (was ich nicht kann) und in diese Absurdität einen Gottesbegriff einbaue oder gar einen wie Gerechtigkeit, aber auch gottverlassen stosse ich in trostlose Ebenen jenseits meine agnostische Disposition. Und an Gründe, das Schreiben zu lassen.
Markus A. Hediger - 26. Feb, 19:58

Keineswegs "unprofessionell"...

Sie haben ja meine Neugierde geweckt. Die Diskussion um "gottverlassen" ist auch bei mir keineswegs abgeschlossen. Ich werde durch die Kommentare immer wieder auf dem linken Fuss erwischt oder bei einem unsauber formulierten (oder auch gedachten) Gedanken ertappt.
Was mich an Ihrem Text wirklich nachdenklich machte - und jetzt auch durch Ihre Ausführungen - ist die Frage, ob "gottverlassen" nicht ein typisch westlicher Ausdruck oder ein ausschliesslich christlich-tradiertes Befinden ausdrückt. (Es ist ja eine reichlich abstrakte Diskussion, die ich auf Hanging Lydia angerissen habe. Aber jetzt muss ich da durch... ;-) )

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